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Wer behandelt eine Depression?

Psychotherapeutin / Psychotherapeut

Gerade bei einer leichten Depression kann es angezeigt sein, dass ausschließlich oder neben der medikamentösen Behandlung eine Psychotherapie durchgeführt wird. Eine solche Psychotherapie können Hausärztinnen und Hausärzte selber durchführen, wenn sie durch Weiterbildungsmaßnahmen die Zusatzqualifikation "Psychotherapie" erworben haben. Auch einer der oben genannten Fachärztinnen und Fachärzte kann eine Psychotherapie durchführen.

Eine andere Gruppe von Fachleuten, die eine Psychotherapie durchführen, sind besonders qualifizierte Psychologinnen und Psychologen. Die Psychologie ist die Wissenschaft vom Erleben, Verhalten und Handeln des Menschen. Sie beschäftigt sich nicht ausschließlich mit Erkrankungen, weswegen Psychologen, die psychotherapeutisch tätig werden wollen, eine zusätzliche Ausbildung durchlaufen. Da es körperliche Erkrankungen gibt, deren Anzeichen einer Depression ähneln, werden psychologische Psychotherapeuten ihre Klienten vor Beginn der Psychotherapie zu einer körperlichen Untersuchung in eine Arztpraxis verweisen. Auch während der Psychotherapie arbeiten Psychologen mit Ärzten zusammen, beispielsweise wenn die Gabe von Medikamenten notwendig ist.

Seit Inkrafttreten des Psychotherapeutengesetzes ist der Titel "Psychotherapeut" gesetzlich geschützt und ausschließlich Psychologinnen und Psychologen mit einer entsprechenden Ausbildung dürfen sich Psychotherapeutin / Psychotherapeut nennen. Betroffene können sich jetzt direkt an eine Psychologin oder einen Psychologen wenden. Liegt bei den Therapierenden eine Kassenzulassung vor, werden die Behandlungskosten von der Krankenkasse übernommen.

Die Texte wurden zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung des
Deutschen Bündnis gegen Depression e.V.