Inhalt
Psychotherapie
- Kognitive Verhaltenstherapie
- Interpersonelle Therapie (IPT)
- Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Andere Psychotherapien
- Der richtige Psychotherapeut
Interpersonelle Therapie (IPT)
Auch die Wirksamkeit der IPT bei depressiv erkrankten Menschen ist in methodisch sorgfältigen wissenschaftlichen Untersuchungen belegt worden. Als Therapieform ist sie zwischen der tiefenpsychologischen Psychotherapie und der Verhaltenstherapie einzuordnen. Leider bieten derzeit nur wenige Therapeutinnen und Therapeuten in Deutschland diese Therapie an. Im Mittelpunkt der therapeutischen Gespräche stehen die Beziehungen der Patientin oder des Patienten zu den Mitmenschen. Auch wenn Konflikte mit Partnern oder Angehörigen selten eine Depression auslösen, so werden doch umgekehrt die zwischenmenschlichen Beziehungen der depressiven Person durch die Krankheit meist stark belastet.
Durch das Aufgreifen von Themen wie Trauer und Abschluss von Lebensabschnitten eignet sich die Interpersonelle Psychotherapie auch besonders gut für ältere Menschen. Gerade für sie konnte die Wirksamkeit der Interpersonellen Therapie sehr gut nachgewiesen werden.
Basis der Interpersonellen Therapie bilden wissenschaftliche Untersuchungen, die gezeigt haben, dass Depressionen mit folgenden vier Bereichen in Verbindung stehen:
- Verlust von geliebten Menschen und Trauer,
- zwischenmenschliche Konflikte,
- Abschluss von Lebensabschnitten,
- Kontaktschwierigkeiten.
Aus diesen vier Bereichen werden meist zwei Themen ausgewählt, die für die jeweilige Person wichtigsten sind. Die Therapierenden ermuntern ihre Patientinnen und Patienten stets zum Ausdruck von vorhandenen Gefühlen und Gedanken. Neue oder schwierige Situationen werden immer wieder im Rollenspiel geübt.
Die Dauer der Behandlung wird, wie bei der Verhaltenstherapie, auf eine bestimmte Anzahl von Sitzungen begrenzt.
Die Texte wurden zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung des
Deutschen Bündnis gegen Depression e.V.





