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Wer behandelt eine Depression?

Hausärztin / Hausarzt

Der erste Schritt bei gesundheitlichen Problemen sollte zur Hausärztin oder zum Hausarzt führen. Im Allgemeinen sind diese am besten mit dem Gesundheitszustand ihrer Patientinnen und Patienten und mit deren persönlichem Umfeld vertraut. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass grundsätzlich Hauärztinnen und Hausärzte nicht nur für körperliche Beschwerden die richtigen Ansprechpartner sind. Bevor Hausärztinnen und Hausärzte von den depressiven Symptomen auf eine Depression schließen, werden sie ausschließen, dass eine andere Erkrankung vorliegt. So werden sie zum Beispiel überprüfen, ob die Schilddrüse normal arbeitet oder ob eine andere organische Erkrankung vorliegt.

Wird eine Depression festgestellt, so wird gemeinsam mit der Patientin, dem Patienten eine Behandlungsstrategie entworfen. Dabei werden die Betroffenen zunächst befragt, in welcher privaten und beruflichen Situation sie sich aktuell befinden und welche Sorgen sie belasten. Außerdem wird ermittelt, zu welcher Form der Therapie die Betroffenen motiviert sind. Nach den Ergebnissen dieser Befragung richtet sich das Therapiekonzept. So kann es sein, dass Hausärztinnen und Hausärzte, die durch Weiterbildungsmaßnahmen die Zusatzbezeichnung "Psychotherapie" erworben haben und damit entsprechend ausgebildet sind, den psychotherapeutischen Teil der Therapie selbst durchführen. Es kann aber auch sein, dass die Hausärztin, der Hausarzt die erkrankte Person an eine psychotherapeutisch tätige Fachärztin bzw. einen Facharzt oder an eine Psychologin bzw. einen Psychologen überweist.

Die Texte wurden zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung des
Deutschen Bündnis gegen Depression e.V.