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Diagnose der Depression
Depressive Erkrankungen gehen mit Krankheitszeichen (Symptomen) einher, die sich von normaler Niedergeschlagenheit meist klar abgrenzen lassen. Da die Symptome der Depression aber in unterschiedlicher Zusammensetzung, Dauer, Intensität und Wiederkehr auftreten, ist es für den Arzt, die Ärztin nicht immer leicht, eine "Depression" als behandlungsbedürftige Krankheit ohne gezieltes Nachfragen sofort zu diagnostizieren.
Zudem klagen die Patientinnen und Patienten meist nicht über depressive Verstimmung, sondern über körperliche Beschwerden. Körperliche Beschwerden, z.B. Rückenschmerzen, können im Rahmen einer Depression noch unangenehmer, ja unerträglich werden und umgekehrt auch als Auslöser für das Auftreten einer Depression wirken. Entsprechend verlangen depressive Patienten bei ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt z.B. oft nur nach Kopfschmerz- oder Schlafmitteln.
Über die Hälfte aller Depressionen bleibt deshalb trotz Arztbesuch unerkannt. Ein wichtiges Anliegen des Deutschen Bündnisses gegen
Depression ist daher die Schulung von Hausärzten zum Erkennen und
Behandeln von Depression.
(*) Ein sowohl international als auch in Deutschland gebräuchliches Diagnosesystem ist die sogenannte ICD 10 (International Classification of Disorders, WHO). Eine ICD-Nummer finden Sie auf jeder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vom Arzt. Jede denkbare Erkrankung wird über eine ICD-Codierung beziffert, so auch die Depression(zB. F.32 depressive Episode)
Die Texte wurden zur Verfügung gestellt mit freundlicher Genehmigung des
Deutschen Bündnis gegen Depression e.V.





